Nein zu einem 2. Kunstrasen in Wohlen! 
Nein zu Kosten von 1.81 Mio Franken!

Am 7. September 2026 hat der Einwohnerrat von Wohlen einen Verpflichtungskredit von Brutto 1.81 Mio Franken mit 25 Ja gegen 12 Nein Stimmen angenommen.

Die Fraktion der SVP Wohlen-Anglikon hat geschlossen gegen diesen Kredit gestimmt.

Daraufhin hat die SVP Wohlen-Anglikon erfolgreich das Referendum ergriffen und hat in weniger als 2 Wochen 576 gültige Unterschriften gesammelt.

Die Stimmbürger von Wohlen erhalten somit die Möglichkeit am 29. November 2026 über den Kredit von 1.81 Mio Franken gegen einen zweiten Kunstrasen zu entscheiden!



NEIN zu einem zweiten Kunstrasen im Sportzentrum Niedermatten

Wohlen hat heute kein Kunstrasenproblem, Wohlen hat ein Schuldenproblem!
Am 29. November 2026 stimmt die Wohler Bevölkerung über einen Bruttokredit von CHF 1,8 Mio. für einen zweiten Kunstrasen im Sportzentrum Niedermatten ab. Bereits vor rund zehn Jahren lehnte die Stimmbevölkerung ein vergleichbares Projekt mit einem Bruttokredit von CHF 1,6 Mio. knapp ab. Bei der aktuellen Vorlage beteiligt sich der Kanton mit CHF 400'000 und der FC Wohlen mit CHF 270'000. Den überwiegenden Teil der Investition trägt die Gemeinde Wohlen.

Die SVP-Wohlen-Anglikon anerkennt die wichtige Vereins- und Nachwuchsarbeit des FC Wohlen. Entscheidend ist jedoch nicht, ob Fussball wichtig ist, sondern ob sich Wohlen dieses zusätzliche Projekt angesichts seiner finanziellen Lage leisten kann. Unsere Antwort lautet klar: Nein!

Aktuell stehen wir bei über CHF 100 Mio. Schulden und weitere Investitionen folgen!
Wohlen weist bereits heute Schulden von über CHF 100 Mio. aus. Gleichzeitig zeigt der neue Finanzplan in den kommenden Jahren weitere Investitionen von über CHF 50 Mio. Dies erhöht den Finanzierungsbedarf und der Druck auf den Gemeindehaushalt steigt weiter. Das alles soll mit einer Steuerfusserhöhung ab 2028 entlastet werden.

Es geht deshalb nicht nur um den einzelnen Kredit von CHF 1,8 Mio. Die hohe Verschuldung ist das Ergebnis vieler einzelner Entscheide, die sich über Jahre summieren. Jedes Projekt mag für sich allein begründbar erscheinen. In ihrer Gesamtheit schränken zusätzliche Ausgaben den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde immer weiter ein. Wer die Schuldenentwicklung bremsen will, muss bei jeder neuen Ausgabe konsequent zwischen dringendem “Pflichtbedarf und lediglich “Wunschbedarf” unterscheiden.

Die behauptete Kosteneinsparung ist falsch, denn auch ein Kunstrasen muss saniert werden!
Gemäss der Kostengegenüberstellung wird für die Sanierung des bestehenden Naturrasens je nach Variante mit einem Betrag von CHF 580'000 bis CHF 980'000 (Brutto) gerechnet. Die Beiträge des Kantons und des FC Wohlen sind nicht berücksichtigt. Für den jährlichen Unterhalt werden mindestens CHF 30'000 gerechnet. Dem gegenüber steht der Kunstrasen mit einem Bruttokredit von CHF 1,8 Mio., abzüglich den Beiträgen des Kantons von CHF 400'000 und des FC Wohlen von CHF 270'000. Für die Gemeinde verbleiben damit rund CHF 1,13 Mio. Diese Angaben sind gesichert, alles andere sind Spekulationen. Die Beiträge vom Kanton und vom FC Wohlen für den Naturrasen sind nicht abgeklärt worden und die durchschnittliche Lebensdauer von 15 Jahren eines Kunstrasens nicht berücksichtigt. Eine mögliche Einsparung wäre vermutlich ab dem Jahr 2039 bis zur nächsten Sanierung möglich. Die angebliche Einsparung ist daher nur ein kurzfristiger finanzieller Vorteil.

Kernaufgaben, Steuerbasis und Wohnraum
Wohlen benötigt zusätzlichen Schulraum. Strassen und öffentliche Infrastrukturen müssen saniert und teilweise ausgebaut werden. Gleichzeitig leistet ein hoher Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner vergleichsweise tiefe Steuerbeiträge. Statt neue freiwillige Ausgaben zu beschliessen, muss Wohlen seine Steuerbasis stärken. Dazu braucht es attraktive Quartiere und zeitgemässen, qualitativ hochwertigen Wohnraum für neue Zuzügerinnen und Zuzüger. Diese Aufgaben betreffen die gesamte Bevölkerung und müssen bei der heutigen Verschuldung Vorrang haben.

Verantwortung bedeutet, Prioritäten zu setzen
Die vorgeschlagene Beteiligung des FC Wohlen reduziert die Belastung für die Gemeinde, löst aber das Grundproblem nicht. Bei der finanziellen Lage der Gemeinde Wohlen ist ein zweiter Kunstrasen derzeit nicht die richtige Priorität. Wohlen muss zuerst seine Finanzen stabilisieren, die Schuldenentwicklung begrenzen, seine Kernaufgaben erfüllen und die Voraussetzungen für eine stärkere Steuerbasis schaffen.

Die SVP-Wohlen-Anglikon sagt deshalb NEIN zum Bruttokredit von CHF 1,8 Mio. für einen zweiten Kunstrasen!